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Lucas Brandis....einer der bedeutendsten Buchdrucker des 15. Jahrhunderts....gründete 1573 in Merseburg eine Druckerei...aus Wikipedia 2016

Lucas Brandis

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Lucas Brandis (* vor 1450 in Delitzsch; † nach 1500 wahrscheinlich in Lübeck; auch Lukas Brandis geschrieben) war ein bedeutender Buchdrucker und Typograf der Inkunabelzeit, der hauptsächlich in Merseburg, Magdeburg und Lübeck tätig war.

 

 

Leben

 
Bücheranzeige von Lucas Brandis, um 1478

Lucas Brandis gehörte mit seinen Brüdern Marcus, Matthäus und Moritz zu einer bedeutenden Familie von Buchdruckern. Er war der erste Drucker, der sich in Lübeck, der am Ende des Mittelalters neben Köln und Wien bevölkerungsreichsten Stadt des Deutschen Reiches, niederließ. Brandis absolvierte ein Studium an der Leipziger Universität. Wo und wann er das Druckerhandwerk erlernte, kann nicht mit Bestimmtheit gesagt werden. Die vergleichende Analyse seines frühen Typenmaterials macht es aber wahrscheinlich, dass er in der Mainzer Offizin von Johannes Fust und Peter Schöffer zum Buchdrucker ausgebildet wurde. Seine eigene Druckerei gründete Lucas Brandis in Merseburg. Die ersten datierten Drucke (Augustinus' De quaestionibus Orosii und Aristoteles' Lapidarius) erschienen 1473.

Noch vor dem Ende dieses Jahres begab sich Brandis nach Lübeck. Dort begann er mit der Arbeit an seinem wohl bedeutendsten Werk, der 474 Blätter starken Weltchronik Rudimentum novitiorum. Am 5. August 1475 vollendete er dieses umfangreiche Projekt. In der Folge druckte er noch u.a. ein Breviarium Lubicense, die Scala coeli sowie Flavius Josephus' De antiquitatibus und De bello Judaico. Brandis brachte aber auch volkssprachliche Titel zur Ausgabe, so z.B. einen niederdeutschen Psalter sowie De nye Ee (1478) und den Spegel der mynschlicken behaltnisse (1476).

Trotz aller produktiven Anstrengungen war seiner Offizin kein entsprechender geschäftlicher Erfolg beschieden. Spätestens 1479 verließ er Lübeck und begab sich nach Magdeburg, um dort als Schriftgießer bei dem Drucker Bartholomäus Ghotan zu arbeiten. Die Typen für dessen Missale Magdeburgense dürften von Lucas Brandis hergestellt worden sein. Brandis kehrte nach kurzer Zeit wieder nach Lübeck zurück und vollendete 1483 den Druck eines Messbuches für das dänische Bistum Odense (Missale Othoniense).

Über die nachfolgenden Jahre können aufgrund fehlender Quellen kaum belegbare Aussagen gemacht werden. Ein größeres Druckwerk ist erst wieder aus dem Jahre 1497 bekannt, als Lucas Brandis in Gemeinschaft mit seinem Bruder Matthäus ein Breviarium Othoniense zur Ausgabe brachte. Danach nahmen die wirtschaftlichen Schwierigkeiten seiner Offizin wohl noch weiter zu. Lucas Brandis' letztes datiertes Druckwerk (Petrus Ravennas' Repetitio C. Inter alia de emunitate ecclesiae) stammt aus dem Jahr 1499. Von seiner bedrängten finanziellen Situation gibt ein Gerichtsprotokoll vom 15. Juli 1500 Nachricht. Brandis wurde auferlegt, Lübeck bis zur Begleichung seiner Schulden nicht zu verlassen und keinen Besitz von dort zu verschicken. Über sein weiteres Leben gibt es keine gesicherten Erkenntnisse. Er verstarb wahrscheinlich nach 1500.

Werk[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 
Weltkarte aus dem Rudimentum novitiorum, DDR-Briefmarke aus dem Jahr 1990
 
Letzte Seite des Rudimentum novitiorum mit Kolophon

Lucas Brandis' Offizin werden mindestens 59 bekannte Drucke zugeordnet. Da nur wenige seiner Druckschriften eine vollständige Datierung aufweisen, erfolgte diese Zuordnung anhand der vergleichenden Analyse der Typen. Lucas Brandis verwendete eine kräftige rundgotische Schrift, die nachfolgend in Norddeutschland weite Verbreitung fand und nach ihrem Schöpfer Brandistype genannt wurde.

Als sein bedeutendstes Druckwerk gilt das Rudimentum novitiorum, eine monumentale Weltgeschichte, die wahrscheinlich von einem Geistlichen verfasst wurde und u.a. auch als Lehrbuch zur Ausbildung von Klerikern diente. Das Werk war mit zahlreichen Initialen und Ornamentleisten verziert und enthielt über hundert Holzschnittillustrationen, darunter die erste gedruckte Weltkarte und die erste gedruckte Karte des Heiligen Landes nach den Angaben von den hier ebenfalls erstmals gedruckten Angaben von Burchardus de Monte Sion. Obwohl das Rudimentum novitiorum sogar ins Französische übersetzt und unter dem Titel La Mer de hystoires in Paris gedruckt wurde, erwies sich das Projekt für Lucas Brandis letztlich als Verlustgeschäft. Als bleibende Leistungen Brandis' werden neben dem Rudimentum novitiorum die Herstellung des ersten gedruckten Buches in mittelniederdeutscher Sprache und der Druck des ersten Textes der Antike in Norddeutschland (Flavius Josephus' De bello Judaico) gewertet.

Lucas Brandis bediente sich für die Verbreitung seiner Druckschriften bereits moderner Formen der Vermarktung. Um das Jahr 1478 veröffentlichte er eine werbende Bücheranzeige, in der 16 Titel aufgelistet waren (siehe Abbildung).

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Aus dem Buch...Vorakademische Buchdruckergeschichte der Stadt Halle: Eine Festschrift ...aus dem Jahr 1840....darin wird der Beweis geführt, dass in Merseburg in der Zeit von 1473 bis 1479 die ersten Bücher Norddeutschlands gedruckt wurden

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Georg Fürst von Anhalt...Domprobst zu Merseburg...gestorben 1553...aus dem Buch Abbildungen und Lebensbeschreibungen berühmter Gelehrten, Band , 1756

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Leben und sonderbare Thaten Till Eulenspiegels (1774)....Till Eulenspiegels lustiger Auftritt bei einer Wirtin in Merseburg...

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Mittelalterliche Glocken aus Stift zu Merseburg....aus der Zeitschrift...Zeitschrift für christliche Archäologie und Kunst....aus dem Jahr 1856

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Die Kanzel im Dom zu Merseburg....aus der Zeitschrift ....Zeitschrift für christliche Archäologie und Kunst....aus dem Jahr 1856

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Stadtplan 1910....Rischgarten

Stadtplan ...Schloss...Neumarkt

Stadtpan ...Tiergarten...Venenien

Stadtpan...Hallesche Straße 

Stadtplan ...Lehrerseminar...Lauchstädter Straße

Stadtplan...Hinterer Gotthardtteich...Güterbahnhof

Stadtplan...Vorderer Gotthardtteich...Sixtifriedhof

Stadtplan ...Bahnhf Richtung Innenstadt

 

 

Karl Friedrich II. (Württemberg-Oels)

 
 
 
Herzog Karl Friedrich von Württemberg-Oels

Karl Friedrich II. von Württemberg-Oels (* 7. Februar 1690 in Merseburg; † 14. Dezember 1761 in Oels) war Herzog von Württemberg-Oels und Regent des HerzogtumsWürttemberg.

 

Karl Friedrich war ein Sohn des Herzogs Christian Ulrich I. von Württemberg-Oels (1652–1704) aus dessen zweiter Ehe mit Prinzessin Sibylle Marie (1667–1693), Tochter des Herzogs Christian I. von Sachsen-Merseburg. Beim Tode seines Vaters noch minderjährig, stand er zunächst unter Vormundschaft und wurde 1707 für volljährig erklärt.

Karl Friedrich vermählte sich am 21. April 1709 in Stuttgart mit Sibylle Charlotte (1690–1735), Tochter des Herzogs Friedrich Ferdinand von Württemberg-Weiltingen.

Ab 1738 war er als Vormund des Herzogs Carl Eugen gewählter Regent des Herzogtums Württemberg. Er war damit Nachfolger des Herzogs Carl Rudolf von Württemberg-Neuenstadt, der sein Amt aus Altersgründen niedergelegt hatte. In diese Zeit fiel 1740 der Ausbruch des Österreichischen Erbfolgekrieges. Im Jahr 1742 war Karl Friedrichs Heimat Schlesien nach dem Frieden von Breslau unter preußische Oberhoheit geraten, trotzdem nahm der Regent, wie auch dessen Nachfolger nicht an diesem Krieg teil. Während Karl Friedrichs Regentschaft wurde das gute Einvernehmen mit den Landständen wiederhergestellt und die Staatsverwaltung deutlich verbessert. In der vormundschaftlichen Regierung wirkten unter anderem Georg Bernhard BilfingerJohann Eberhard Georgii und Friedrich August von Hardenberg.

1744 wurde Herzog Carl Eugen von Württemberg im Alter von 16 Jahren von Kaiser Karl VII. für volljährig erklärt, womit Karl Friedrichs Wirken als Administrator in Württemberg endete.

Die Ehe des Herzogs war kinderlos geblieben. Karl Friedrich verzichtete im Jahr 1744 zu Gunsten des Sohnes seines jüngeren Bruders Christian UlrichKarl Christian Erdmann, auch auf die Regierung in Oels. Er lebte danach zunächst in Medzibor und schließlich in Oels, wo er 72-jährig starb.

File:168Carl Friedrich.jpg

aus wikipedia 2015...hts://de.wikipedia.org/wiki/Karl_Friedrich_II._(W%C3%BCrttemberg-Oels)

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Carl Friedrich Eduard Erhard....Maler....verstorben 1832 zu Merseburg... aus....Neues allgemeines Künstler-Lexicon oder Nachrichten von dem Leben und den ....1837....4. Band

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Buchtitel aus verschiedenen Verlagen....Forberger, Gottschick, Schubath, Garcke....

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Merseburger Buchverlage

 

erschienen bei Forberger

 

Christlicher Leich-Sermon über die Apocalyptischen Worte: Diese sinds die kommen sind aus grossem Trübsale etc. Bey ansehnlichen und Volck-reichen Begräbnüsse Der ... Jungf. Elisabethen Roseinen, Des ... Herrn Martin Hennemans ... Tochter ...
Autor / Hrsg.: Bertram, Caspar ; Hennemann, Elisabeth Rosina

Verlagsort: Merseburg | Erscheinungsjahr: 1677 | Verlag: Forberger

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Verlagsort: Merseburg | Erscheinungsjahr: 1677 | Verlag: Forberger 
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Verlagsort: Merseburg | Erscheinungsjahr: 1672 | Verlag: Forberger
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Verlagsort: Merseburgk | Erscheinungsjahr: 1675 | Verlag: Forberger 
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Verlagsort: Merseburg | Erscheinungsjahr: [1674] | Verlag: Forberger 
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erschienen ohne Verlagsangabe / Selbstverlag

 

Verlagsort: Martismonte | Erscheinungsjahr: 1669 
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VerlagsortMartisburgum | Erscheinungsjahr: 1679 
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Autor / Hrsg.: Schilling, Carl Andreas
Verlagsort: Martisburgi | Erscheinungsjahr: 1685 

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Iudicia de novissimis prudentiae civilis scriptoribus ex Parnasso : cum Eubulo Theosdato Sarckmasio in secessu Albipolitano ingenue communicata 

Autor / Hrsg.: Schurzfleisch, Konrad Samuel
Verlagsort: Martismonte | Erscheinungsjahr: 1669 

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Verlagsort: Martisburgum | Erscheinungsjahr: 1698 
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erschienen bei Gottschick

 
Verlagsort: [Merseburg] | Erscheinungsjahr: [1693] | Verlag: Gottschick 
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erschienen bei Schubarth

 Geschichte der jetztlebenden Rechts-Gelehrten in Teutschland, und zum Theil auch ausser demselben, als ein Rechts-Gelehrten-Lexicon in Alphabetischer Ordnung : nebst einer hierzu dienlichen Vorrede ; 2 
Autor / Hrsg.: Weidlich, Christoph
VerlagsortMerseburg | Erscheinungsjahr: 1749 | Verlag: Schubarth 
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erschienen bei Louis Garcke

 
VerlagsortMerseburg | Erscheinungsjahr: 1851 | Verlag: L. Garcke
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Tilo von Wilmowsky....Landrat in Merseburg..1913-1919

aus Wikipedia....2015...https://de.wikipedia.org/wiki/Tilo_von_Wilmowsky

 

 
 
Barbara von Wilmowsky geb. Krupp und Tilo von Wilmowsky

Tilo von Wilmowsky (* 3. März 1878 in Hannover; † 28. Januar 1966 in Essen-Bredeney; vollständiger Name: Karl Adolf Thilo Freiherr von Wilmowsky) war ein deutscherVerwaltungsjuristRittergutsbesitzer und Industrieller. Sein Vater war der ehemalige Leiter der ReichskanzleiKurt von Wilmowsky.

 
Wilmowsky war in seiner Kindheit häufig in Schloss Spiez, der Sommerfrische des Großvaters [1]
 
Grabplatten für Tilo von Wilmowsky und seine Frau Barbara geb. Krupp auf dem Familienfriedhof Krupp in Essen-Bredeney

Wilmowsky legte sein Abitur am Französischen Gymnasium in Berlin ab und studierte anschließend Jura an den Universitäten München, Göttingen, Halle sowie in Großbritannien. In Göttingen schloss er sich 1898 dem Corps Saxonia an.[2][3]

Nach bestandenem Staatsexamen und anschließenden Referendariat arbeitete von Wilmowsky zunächst als Hilfsarbeiter im preußischen Innenministerium. Er heiratete am 7. Mai 1907 in der Villa Hügel in Essen Barbara Krupp, die zweite Tochter des verstorbenen Industriellen Friedrich Alfred Krupp und der Margarethe Krupp geb. Freiin von Ende. Aus der Ehe gingen sechs Kinder hervor: Ursula (1908–1975), Friedrich (1911–1988), Renate (* 1914), Kurt (1916–1940), Brigitte (1918–2006) und Reinhild (1925–2011). Die Familie lebte auf Schloss Marienthal in der Nähe von Eckartsberga in der Provinz Sachsen, dem 1893 erworbenen Rittergut der Familie, das 1910 durch den Architekten Paul Schultze-Naumburg umgebaut wurde.[4] Das Gut wurde von einem Pächter bewirtschaftet, gleichwohl wurde Wilmowsky neben seiner Funktion als Landrat in Merseburg (1913 bis 1919) ein Interessenvertreter der Entwicklung der landwirtschaftlichen Infrastruktur und Technik.

Während des Ersten Weltkriegs war er von 1915 bis 1918 als Chef der deutschen Zivilkanzlei unter den Generalgouverneuren Moritz von Bissing und Ludwig von Falkenhausen ins Generalgouvernement Belgien abgeordnet und entwarf, wie er später selbstkritisch feststellte, Annexionspläne zur Einverleibung französischer Industriegebiete.[5]

1919 schied er aus dem Staatsdienst aus. Von 1920 bis 1933 wirkte er als Vorsitzender des Landbundes und zugleich von 1922 bis 1933 als Vizepräsident derLandwirtschaftskammer in der Provinz Sachsen. Er schuf das Reichskuratorium für Technik in der Landwirtschaft, dem er als Präsident von 1922 bis 1933 vorstand. Während der siebenmonatigen Haft seines Schwagers Gustav Krupp im Jahr 1923 führte er die Friedrich Krupp AG, dessen stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender er seit dem 9. Dezember 1918 war, Aufsichtsratsmitglied war er seit dem 3. Dezember 1910. Von 1925 bis 1930 führte er die DNVP-Fraktion im Provinziallandtag der Provinz Sachsen. Seine Abkehr vom deutschnationalen Kurs Alfred Hugenbergs im Jahr 1929 war allerdings nur halbherzig, die Machtübergabe an Hitler begleitete er mit einem leise zweifelnden „ich glaube, er hat den guten Willen“ (Tagebucheintrag am 1. Januar 1934).[6]

Seit 1925 führte er für zehn Jahre den Wirtschaftsverband Mitteldeutschland. 1930 war er kurzzeitig Mitglied des preußischen Staatsrates, von 1931 bis 1933 stellvertretender Vorsitzender des Bund zur Erneuerung des Reiches (Lutherbund), der eine umfassende Verfassungs- und Verwaltungsreform planen sollte, mit der die preußische Dominanz im Deutschen Reich zurückgedrängt werden sollte.

Von 1931 bis 1944 leitete Wilmowsky als Vorsitzender des Präsidiums den Mitteleuropäischen Wirtschaftstag, einen Interessenverband der führenden deutschen Unternehmen und Verbände, der langfristig auf eine wirtschaftliche Vereinigung Mittel- und Südosteuropas unter der Kontrolle der deutschen Wirtschaft hinarbeitete. Im Herbst 1932 nahm er das ihm vom Kabinett Papen angebotene Amt eines Oberpräsidenten der Provinz Sachsen nicht an. Das Amt war infolge der Absetzung der demokratischen preußischen Staatsregierung Braun-Severing nicht besetzt.

1933 wurde er durch die Nationalsozialisten aus den öffentlichen Ämtern gedrängt, trat aber dennoch 1937 der NSDAP bei[7] und gehörte „rückblickend“ zu denen, die „ausharrten, um Schlimmeres zu verhindern“. Er blieb Mitglied im Reichsbahnbeirat und war damit und mit dem Vorsitz beim Mitteleuropäischen Wirtschaftstag und dem stellvertretenden Aufsichtsratsvorsitz bei Krupp auch im Nationalsozialismus ein einflussreicher Wirtschaftsführer. Nach dem gescheiterten Attentat vom 20. Juli 1944 wurden er und seine Frau Barbara inhaftiert. Ihm wurde die Teilnahme am Reusch-Kreis vorgeworfen[8] sowie GoerdelersTagebuchaufzeichnungen, die in die Hände der Gestapo fielen, über ein Gespräch an dem auch Johannes Popitz und Ulrich von Hassell teilgenommen hatten.[9] Obwohl ihm eine direkte Beteiligung am Attentat nicht nachgewiesen werden konnte, wurde er vom Polizeigefängnis Halle für sechs Wochen in das Zellengefängnis Lehrter Straße und danach ins KZ Ravensbrück überstellt. Er überlebte den elftägigen Marsch der KZ-Häftlinge nach Schwerin und kehrte nach der Befreiung nach Marienthal zurück.

Nach Kriegsende versuchte das Ehepaar, das Gut Marienthal zu halten, nachdem aber die Region von den Amerikanern an die sowjetische Besatzungsmacht übergeben worden war, stieg der politische Druck enorm an, sodass sie im Zuge der Bodenreform aufgrund der Größe des landwirtschaftlichen Gutes von über 100 Hektar enteignet und vertrieben wurden. Sie kamen zunächst in ihrem Waldgut in Buchenau bei Bad Hersfeld unter. Später lebten sie in einem großzügig umgebauten ehemaligen Torhüterhaus im Park der Villa Hügel in Essen.

Beim Krupp-Prozess wurde er als Zeuge der Verteidigung gehört. Sein Schwager wurde verurteilt und er schrieb eine Kampfschrift gegen die Nürnberger Prozesse, die 1950 veröffentlicht wurde, kurz bevor Alfried Krupp von Bohlen und Halbach am 31. Januar 1951 begnadigt wurde.

Er gehörte auch nach dem Krieg dem Krupp-Direktorium an. Bis zu seinem Tode hatte er einen Sitz im Familienrat.

Ehrungen[Bearbeiten]

Tilo von Wilmowsky wurde von der Friedrich-Schiller-Universität Jena mit der Ehrendoktorwürde ausgezeichnet.[10]

Das Kuratorium für Technik und Bauwesen in der Landwirtschaft (KTBL) als Nachfolgeorganisation des von Wilmowsky geleiteten Reichskuratoriums für Technik in der Landwirtschaft vergibt seit 1978 die Tilo-Freiherr-von-Wilmowsky-Medaille und ehrt damit „Persönlichkeiten, die wertvolle Impulse zum Wohle der landwirtschaftlich tätigen Menschen gegeben haben, dem KTBL in seiner Zielsetzung gedient sowie den agrartechnischen Fortschritt nachhaltig gefördert haben. Die Dotierung umfasst die Medaille im Wert von ca. EUR 1.500 und eine Urkunde“.[11]

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Kurt von Wilmowsky....geb. in Merseburg....1894 Chef der Reichskanzlei

 
 

Adolf Wilhelm Kurt Freiherr von Wilmowsky (* 7. Mai 1850 in Merseburg; † 6. August 1941 in Jena) war Rittergutsbesitzer, Chef der ReichskanzleiOberpräsident der Provinz Schleswig-Holstein undLandeshauptmann der Provinz Sachsen.

aus Wikipedia....2015...https://de.wikipedia.org/wiki/Kurt_von_Wilmowsky

 

Er war der Sohn von Karl von Wilmowsky (1817–1893; 1869–1888 Chef des Geheimen Zivilkabinetts von Kaiser Wilhelm I.) und Anna Freifrau von Wilmowsky geb. von Seebach († 1895).

Nach seinem Studium der Rechtswissenschaften begann von Wilmowsky eine Beamtenlaufbahn als Kammergerichts-Referendar. 1876 wurde er nach dem bestandenen 2. Staatsexamen zum Gerichts-Assessorernannt und arbeitete ab 1877 als Regierungs-Assessor in Hannover. Anschließend wurde er Amtmann in Norden (Ostfriesland). 1891 wurde er zum Geheimen Oberregierungsrat befördert und arbeitete als Mitglied der Ansiedlungskommission für Posen und Westpreußen sowie im Ausschuss für Hochwasserfragen. Ab 1894 diente in Berlin er als Chef der Reichskanzlei unter Reichskanzler Chlodwig zu Hohenlohe-Schillingsfürst. Im Jahre 1895 wechselte er als Vortragender Rat an das preußische Landwirtschaftsministerium.

1901 wurde von Wilmowsky zum Oberpräsidenten der Provinz Schleswig-Holstein ernannt. Von 1906 bis 1908 war er Oberpräsident der Provinz Sachsen in Magdeburg. Von 1908 bis 1921 amtierte er alsLandeshauptmann der Provinz Sachsen.

Im Jahr 1919 wurde von Wilmowsky Mitglied der Akademie gemeinnütziger Wissenschaften zu Erfurt.

Von Wilmowsky heiratete am 28. Mai 1877 Auguste von Wilke (* 7. April 1856), die Tochter des Hermann Karl von Wilke (Generalkonsul in London und Geheimer Legationsrat im Auswärtigen Amt) und der Sidonie von Wilke geb. Nuglisch. 1893 erwarb er das Rittergut Marienthal in der Nähe von Eckartsberga in der Provinz Sachsen.[1] Sein Sohn Tilo von Wilmowsky war Agrarpolitiker der Deutschnationalen Volkspartei und nach seiner Heirat mit Barbara Krupp stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender der Friedrich Krupp AG.

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Volks- und Raiffeisenbank Saale-Unstrut eG - Vom Vorschussverein über die Ländlichen Spar- und Darlehenskassen zur modernen Bank....

die Homepage enthält hierzu einen interessanten Bericht in eigener Sache....internetadresse....https://www.vrbsaale-unstrut.de/wir-fuer-sie/ueber-uns/chronik.html

ein Teil ist nachfolgend wiedergegeben

 

Vor mehr als 150 Jahren begann die Geschichte der heutigen Volks- und Raiffeisenbank Saale-Unstrut eG.

Kluge und findige Handwerker gründeten 1858 in Merseburg einen "Vorschussverein", um den Kapital- und Kreditbedarf kleiner Gewerbetreibender zu decken. Am formalen Gründungstag, dem 18. Januar - einem Montag - fand "Punkt 5 Uhr" im "Local des Rischgartens" eine Versammlung statt. Danach startete die Genossenschaft mit 56 Mitgliedern sowie 74 Talern und 12 Silbergroschen (ein Taler entspricht etwa drei Mark). Zum Vorstand gehörten: Kupferschmiedemeister Gottlob Köppe (Vorsitzender), Schlossermeister Julius Bichtler (Schriftführer bzw. Kontrolleur, später langjähriger Direktor) und Glasermeister Gustav Schumpelt (Kassierer). Sie orientierten sich an den Ideen des Genossenschaftspioniers Hermann Schulze-Delitzsch (1808-1883), der bereits 1850 in seinem Heimatort Delitzsch einen solchen Vorschussverein aufgebaut hatte.

Selbsthilfe - Selbstverwaltung - Selbstverantwortung waren die von ihm aufgestellten Grundsätze für das aufgebaute Genossenschaftswesen. Diese Idee war und ist bis heute erfolgreich.

1875 zog die Kreditgenossenschaft in das Haus Markt Nr. 10. Im Jahre 1919 firmierte der Vorschussverein in "Merseburger Vereinsbank" um, bei 1.357 Mitgliedern und über 82 Millionen Mark Umsatz. 1938 nahm sie erstmals die Bezeichnung "Volksbank" an, die sie auch nach 1990 wieder trug. Ab 1946 und in der DDR hieß sie die Bank bzw. Genossenschaftskasse "für Handwerk und Gewerbe".....

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Merseburg während der Befreiungskriege 1813
Mitteldeutsche Zeitung vom 24.02.2010 20:12 Uhr |

siehe hierzu ....http://www.mz-web.de/merseburg-querfurt/ein-fast-vergessenes-ereignis,20641044,17831110.html

ein Teil des Textes  ist unten wiedergegeben

Im Merseburger Schlossgarten ist er zu sehen: der Gedenkstein, der an die Befreiungskriege gegen Napoleon von 1813 erinnert. An seine Geschichte und damit verknüpfte herausragende regionale Ereignisse wie dem Gefecht in Merseburg erinnerte am Mittwoch der Hobbyhistoriker Rolf Walker aus Bad Dürrenberg.
…..die Schlacht von Merseburg. Sie fand am 29. April 1813 statt, als französische Truppen unter Befehl des Generals McDonald aus Richtung Bad Lauchstädt anrückten. Russische
und preußische Truppen, die in Merseburg stationiert waren, versuchten gemeinsam, die Franzosen unter anderem am Klausenthor im Bereich des heutigen Krankenhauses und am Weinberg aufzuhalten. Auch an der Mühlpforte sei es zu heftigen Kämpfen gekommen, so Walker. Mehrmals konnten die Franzosen zurückgetrieben werden, aber deren Übermacht gab schließlich den Ausschlag. Die Preußen mussten flüchten, viele ertranken auch in der Saale. In der Folge des Scharmützels seien 64 Tote und 111 Verwundete in der Stadt zu beklagen gewesen und auch 165 Gefangene gemacht worden. Auf französischer Seite seien die Verluste unbekannt, aber wohl noch höher gewesen, so Walker.
Er hatte die Erinnerungen des Johann Gottlieb Maxim von Woisky, eines preußischen Offiziers aus den Jahren 1812 bis 1814 aus den Archiven ausgegraben. Sie waren 1846 erstmals erschienen und gehen auch auf die Geschehnisse in Merseburg ein. Woisky kämpfte dort vor Ort mit, wurde sogar verwundet. Auch der Merseburger Posamentierer Johann Gottfried Köppe berichtet in seinen Tagebuchaufzeichnungen, die die Jahre 1800 bis 1835 umfassen, von den kriegerischen Schrecken der Zeit.
...den Merseburger Domherrn Heinrich August von Holleuffer, die Majorin von Seydewitz und den Müller Preller von der Rischmühle, die Verwundete pflegten oder zur Flucht verhalfen. Er erinnerte zugleich an den Schuhmacher Gotthilf Nierig sowie an Marie Rosine Trebitz, die durch Kugeln starben. Walker verwies darauf, dass es drei Tage später dann in Großgörschen erneut zum Aufeinandertreffen der Franzosen mit den verbündeten Preußen und Russen kam, welches Napoleon nochmals für sich entscheiden konnte. Der Gedenkstein, den man heute im Schlossgarten findet, wurde erst zwei Jahre nach den Merseburger Kämpfen zum Ende der napoleonischen Ära, am 18. Oktober 1815 im so genannten Tierholze in der Nähe des heutigen Flugplatzes errichtet und später umgesetzt, als Mahnmal zum zweiten Jahrestag der Leipziger Völkerschlacht.