PILGINO - Pastorenweg 188, 28237 Bremen, info@pilgino.com, 0421 - 83 94 95 80

 

Pilgino
Liebe Pilgerfreunde,
wieder liegt eine erfolgreiche Pilgersaison hinter uns. Bei unseren Gruppenreisen mit Pilgino haben wir viele neue, aber auch bekannte Gesichter begrüßen dürfen. Und ich glaube, die allermeisten erzählen nun begeistert von ihrer Pilgerreise. Zur Begeisterung hat sicher auch das tolle Wetter beigetragen, das wir vor allem im Herbst hatten.
Und auch der Pilginoshop hat eine weitere erfolgreiche Saison hinter sich. Viele „autonome“ Pilger haben sich bei uns ausgerüstet und sind hoffentlich froh und gesund vom Jakobsweg zurückgekehrt.
Weiter unten finden Sie Neuigkeiten und Interessantes aus unserem Reisebereich und natürlich aus dem Pilginoshop.
Ihnen und Euch allen wünsche ich im Namen des Pilgino-Teams eine schöne Herbstzeit und einen guten Einstieg in den Advent.
Ansgar Möller

 
Neue Reiseleiterin mit ihrem Ausbilder
Pilgino-Reisen
Pilgerinnen auf dem Küstenweg Viele interessierte Menschen haben sie schon bemerkt – und viele zukünftige Pilger haben auch schon ihre Reise bei Pilgino für 2015 gebucht: Unsere Termine für das Jahr 2015 sind online und warten auf „Besuch“.
Neu in diesem Jahr ist, dass wir die Reisen auf dem Küstenweg schon im Frühjahr anbieten. Nach den sehr guten Erfahrungen in diesem Jahr auf dem Küstenweg, wollten wir nicht so lange warten, um wieder auf diesem wunderbaren Camino del Norte zu pilgern.
Ebenfalls neu sind die frühen Termine im Herbst: Wir bieten die beiden Pilgerstrecken auf dem Camino Portugues und auf den letzten 200 km des Camino Frances schon direkt Anfang September an. Und natürlich kann man dann auch direkt weiter bis nach Finisterre pilgern. Und im September ist das Wasser am „Ende der Welt“ auch noch warm genug, um ein reinigendes Bad im Atlantik zu nehmen


Pilgern in Frankreich

In diesem Jahr bieten wir wieder eine Pilgerreise auf der Via Podiensis in Frankreich an. Wir starten im wunderschönen Le Puy en Velay und pilgern durch fantastische Landschaften und viele mittelalterliche Dörfer bis nach Estaing.
Die Reise findet in 2015 im Juli statt, was uns im Zentralmassiv hoffentlich gutes Wetter beschert.
Wir laden Sie ein, diesen besonderen Jakobsweg zu entdecken und zu genießen
Pilgern durch das Tal des Allier
Weinprobe direkt aus dem Fass Vino y Camino – Die Weine des Jakobsweges

In diesem Oktober haben wir eine sehr schöne und vor allem interessante Weinreise entlang des Caminos gemacht. Die Teilnehmer waren begeistert von der Vielfalt der spanischen Weine und natürlich auch von deren Qualität.
Außerdem haben wir immer in sehr guten Unterkünften mit historischem Ambiente übernachtet. Und nebenbei gab es auch einiges „Kulturelles“ auf dem Jakobsweg zu bewundern.
Rundum ein gelungene Reise.
Aufgrund dieser guten Erfahrungen bieten wir die Reise Vino y Camino natürlich auch im nächsten Jahr an. Die Frühjahrstour startet am 21. Mai 2015 und die Herbstreise am 18. Oktober 2015. Kommen Sie mit und entdecken Sie den Norden Spaniens mit seinen Weinen, seiner Kultur und natürlich seinen Jakobswegen
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Pilgino Individual

Inzwischen haben wir das Programm „Pilgino Individual“ auf unserer Webseite präsentiert.Pilgino Individual bedeutet, Sie sind allein, zu zweit oder in kleiner Gruppe unterwegs. Ihren Termin bestimmen Sie ganz frei. Wir organisieren für Sie alle Unterkünfte, den Gepäcktransport und alles andere drum herum. Eine tolle Möglichkeit, unabhängig und doch gut organisiert auf dem Jakobsweg zu pilgern.
Und ganz neben bei: Zu wirklich guten Preisen!
www.pilgino.com/pilgino-individual.html
Pilginoshop
Jakobsweg-Kalender 2015
Jakobsweg-Wandkalender 2015

Wie auch schon in den letzten Jahren haben wir wieder einen schönen Kalender mit Fotos vom Jakobsweg im Programm. Der Kalender hat die Maße 31 cm x 33 cm und ist zum Preis von nur € 9,95 erhältlich.

Neu im Shop: Buff Headwear

In Spanien am Jakobsweg sind sie schon eine ganze Zeit erhältlich, hier im kühlen Norden offiziell erst ab März in den Läden zu haben: Buff´s mit tollen Motiven vom Jakobsweg.
Ein Buff ist eine Art „Kopf-Hals-Schlauch-Tuch“ und wirklich äußerst praktisch bei allen Aktivitäten im Freien.
Im Pilginoshop bekommen Sie die Buff´s nun schon passend zur kalten Jahreszeit. Beschenken Sie sich selber oder Freunde vom Jakobsweg mit diesem sehr praktischen Andenken vom Camino.
Jetzt im Pilginoshop: Buff´s mit Motiven vom Jakobsweg
Funtionsunterwäsche stark reduziert Funktionsunterwäsche stark reduziert

Einige Farben und Größen bei unserer Funktionsunterwäsche laufen aus. Außerdem hat sich der Markenname geändert. Für Sie eine Chance zu super Preisen einzukaufen. Decken Sie sich schon jetzt für den nächsten Jakobsweg oder andere sportliche Aktivitäten in der warmen Jahreszeit ein. Stöbern Sie einfach mal durch unsere Rubrik „reduziert“. Verkauf solange der Vorrat reicht: Damenunterwäsche /Herrenunterwäsche
Wein vom Jakobsweg im Pilginoshop

Wir bereiten uns gerade darauf vor, gute und günstige Weine vom Jakobsweg mit ins Angebot vom Pilginoshop zu nehmen. Noch sind wir nicht mit allen Vorbereitungen fertig. Wir können Ihnen aber schon einen ausgesuchten (und günstigen) Wein vorstellen. Dieser Wein ist auch ab sofort bei uns erhältlich.
Der Wein Viña Perguita kommt aus der Bodega „Fernandez de Arcaya“ in Los Arcos. Los Arcos liegt in der Navarra und ist ein kleines Städtchen am Camino Frances. In diesem Teil der Navarra (das schon recht nah an der Rioja liegt) werden hervorragende Rotweine überwiegend aus der Traube Tempranillo hergestellt.
Der vorgestellte Wein ist ein „Tinto Roble“, was bedeutet, dass er nach der Gärung zur Reifung noch vier Monate im Eichenfass gelagert wurde. Neben Tempranillo besteht dieser Wein auch zu 10 % aus Cabernet Sauvignon und zu 5 % aus Merlot. Insgesamt ein interessanter, sehr angenehmer Rotwein, der zu fast jedem Gericht ein toller Begleiter ist. Bei uns im Shop ist der Jahrgang 2013 schon ab € 4,10 pro Flasche erhältlich.
Weine vom Jakobsweg im Pilginoshop
 
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Der Jakobsweg

Als Jakobsweg (spanisch Camino de Santiago) wird eine Anzahl von Pilgerwegen durch ganz Europa bezeichnet, die alle das angebliche Grab des Apostels Jakobus in Santiago de Compostela in Galicien (Spanien) zum Ziel haben. In erster Linie wird darunter der Camino Francés verstanden, jene hochmittelalterliche Hauptverkehrsachse Nordspaniens, die von den Pyrenäen zum Jakobsgrab reicht und dabei die Königsstädte Jaca, Pamplona, Estella, Burgos und León miteinander verbindet. Die Entstehung dieser Route fällt in ihrem auch heute begangenen Verlauf in die erste Hälfte des 11. Jahrhunderts.

Ein Pilgerführer des 12. Jahrhunderts, der im Jakobsbuch (lateinisch Liber Sancti Jacobi), der Hauptquelle zur Jakobusverehrung im Hochmittelalter, enthalten ist, nennt für den französischen Raum vier weitere Wege, die sich im Umfeld der Pyrenäen zu einem Strang vereinigen. Nach der Wiederbelebung der Pilgerfahrt nach Santiago de Compostela in den 1970er und 1980er Jahren wurde der spanische Hauptweg 1993 in das UNESCO-Welterbe aufgenommen. 1998 erhielten auch die vier im Liber Sancti Jacobi beschriebenen französischen Wege diesen Titel. Zuvor schon hatte der Europarat im Jahre 1987 die Wege der Jakobspilger in ganz Europa zur europäischen Kulturroute erhoben und ihre Identifizierung empfohlen.

Die erste Erwähnung des Jakobsweges stammt aus dem Jahre 1047, als in einer Urkunde des Hospitals von Arconada, Provinz Palencia, die nordspanische Hauptverkehrsachse bezeichnet wird als „Weg, der seit alten Zeiten von Pilgern des hl. Jakobus und Peter und Paul begangen“ werde. Es ist die erste urkundliche Erwähnung dieser Straße überhaupt, und sie bringt den Weg von vorneherein mit dem Grab des heiligen Jakobus in Galicien in Verbindung. Im allgemeinen Sprachgebrauch wird der Begriff Jakobsweg auch für andere historisch nachgewiesene Routen von Jakobspilgern in Europa verwendet.

Demgegenüber hat sich jedoch eine internationale, 1985 vom Europarat eingesetzte und heute bei der Regierung der autonomen Region Galicien angesiedelte Expertenkommission auf eine Nomenklatur verständigt, nach der lediglich die nordspanische Hauptverkehrsachse die Bezeichnung Camino de Santiago (Jakobsweg) tragen soll. Alle anderen Routen werden korrekt als Wege der Jakobspilger bezeichnet. Mit dieser Nomenklatur soll zum Ausdruck gebracht werden, dass für den Camino Francés die Benutzung durch Jakobspilger als eine tragende Hauptfunktion angenommen werden kann, während es sich bei den anderen Wegen um Altstraßen gehandelt hat, die unter anderem, aber nicht in erster Linie, dem Pilgern dienten.

Die Jakobus-Legende

Der Name bezieht sich auf den Apostel Jakobus den Älteren. Dieser war zusammen mit seinem Bruder Johannes einer der zwölf Apostel Jesu Christi.

Die spanischen Jakobustraditionen haben sich unabhängig von den neutestamentlichen Angaben in den Evangelien und der Apostelgeschichte entwickelt. Die sich in zahlreichen Entwicklungsschritten zwischen dem 7. und dem 13. Jahrhundert ausgebildete Legende beinhaltet sechs große Themenbereiche:

Die Schilderung einer Missionstätigkeit des Apostels auf der iberischen Halbinsel
Die Translation des heiligen Leichnams im Anschluss an die biblisch überlieferte Hinrichtung des Apostels in Jerusalem durch König Herodes Agrippa I. im Jahr 44 und die Errichtung eines Grabmals
Die Wiederauffindung des Grabes zu Beginn des 9. Jahrhunderts unter Bischof Theodomir von Iria Flavia
Das hilfreiche Eingreifen des Apostels in ausweglos erscheinenden Situationen bei Kämpfen gegen die Araber
Die Befreiung des Jakobsweges von den Mauren durch Kaiser Karl den Großen
Wunder, die der Apostel an Pilgern auf dem Weg und am heiligen Ort bewirkt hat.

Die spanischen Jakobustraditionen haben sich seit dem 7. Jahrhundert entwickelt, als im „Breviarium Apostolorum“ erstmals von einer Mission des hl. Jakobus auf der Iberischen Halbinsel berichtet wird. Mit Ausnahme des Isidor von Sevilla zugeschriebenen Traktats „De ortu et obitu patrum“ ist diese Überlieferung in Spanien zunächst nicht aufgegriffen worden. Erst gegen Ende des 8. Jahrhunderts verstärkte sich im Königreich Asturien, dem Nachfolgestaat des zur Zeit der Araberinvasion untergegangenen Westgotenreichs, das Interesse, zur Begründung eines Legitimationsanspruchs des Jakobus als apostolischem Schutzherrn Spaniens und der asturischen Königsfamilie zu propagieren. Einen ausführlichen Bericht über die Grabauffindung bietet gar erst die „Concordia de Antealtares“ von 1075.

In ihrer Vollform, wie sie durch das Jakobsbuch im 12. und durch die Legenda aurea im 13. Jahrhundert überliefert ist, schildert die Legende, wie nach der Hinrichtung zwei Freunde des Jakobus den Leichnam stahlen, ihn nach Jaffa schafften und dort auf ein Schiff verluden, dessen Besatzung aus unsichtbaren Engeln bestand. Dieses Schiff war dann sieben Tage unterwegs und strandete an der Küste Galiziens bei Iria Flavia. Dort wurde der Leichnam auf einen Ochsenkarren verladen; an dem Ort, an dem sich die Ochsen niederließen, soll er begraben worden sein.

Die legendäre Entstehung des Jakobsweges durch Kaiser Karl den Großen schildert das vierte Buch des Liber Sancti Jacobi, der sog. Pseudo-Turpin. Demnach habe Karl der Große auf seinem Spanienfeldzug auf Geheiß des Apostels den Weg zum Jakobusgrab von den Mauren befreit. Mit der Einbeziehung des Karlskultes in die Jakobusverehrung konnte einerseits das Interesse der deutschen und französischen Pilger geweckt werden, während andererseits Kaiser Friedrich I. Barbarossa und König Ludwig VII. von Frankreich aus der Verbindung beider Legenden politische Vorrangstellungen abzuleiten versucht haben.

In den ebenfalls im Jakobsbuch und der Legenda aurea aufgezeichneten Wunderberichten spiegeln sich die psychischen Erschütterungen, denen die Pilger auf dem Weg aus Sorge um ihr Heil ausgesetzt waren; es sind oftmals wirre Träume und bizarre Visionen, die den Mirakeln zugrunde liegen:

Einer Pilgergruppe, die einen kranken Gefährten zurückließ, verweigert der Heilige die Erhörung ihrer Bitten
Einem unschuldig gehängten Jüngling wird wundersame Rettung zuteil
Einem Pilger, der im Bordell sündigte, rät der Teufel zu Kastration und Selbstmord
Einem Familienvater, dem auf seiner Pilgerfahrt das Weib starb und der Esel genommen wurde, stellt der Apostel sein eigenes Grautier zur Verfügung
Ein Sühnepilger findet bei seiner Ankunft in Santiago das Strafvergehen in seinen Papieren gelöscht
Ein Ritter, der auf seinem Weg Barmherzigkeit geübt hat, empfängt bei seinem Tod ewiges Leben.

 

Die Jakobsmuschel

Der Name Jakobsmuschel bezieht sich auf den heiligen Jakobus, der zum Schutzpatron der Pilger wurde. Er erhielt die Jakobsmuschel als Erkennungszeichen postum zugedacht, die er in Darstellungen in der Regel am Hut trägt, manchmal auch am Gürtel. Aufgrund dieses nachträglichen Attributes wurde die Jakobsmuschel auch zum Symbol der Pilger, insbesondere der Pilger des Jakobswegs, und die Muschel bereits im Mittelalter weithin bekannt.

Die christlichen Pilger des Mittelalters benutzten die Jakobsmuschel zum Wasserschöpfen. Ein unter Jakobspilgern verbreiteter Brauch war es, den Pilgergang 60 km weiter am Cap Finisterre zu beenden, um dort aus dem Meer eine echte Jakobsmuschel zu sammeln. Als Pilgerzeichen am Hutband des Hutes oder am Gürtel getragen, ist sie geschichtlich mit der Wallfahrt nach Santiago de Compostela verbunden, um damit an den Besuch des Grabs des heiligen Jakobus zu erinnern. Die Muschel war mehr als nur ein Souvenir. Nach der Rückkehr in die Heimat sicherte sie ihrem Träger Ansehen, und mancher ließ sich die Muschel ins Grab legen.....aus Wiki